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Altorfers Splitter – 13. Okt. 2020


Kari, höchst amüsiert: Man merkt, dass man älter wird, wenn die Freunde anfangen, absichtlich Kinder zu bekommen.


Paul Accola (Skirennfahrer) meinte, wir hätten ein Problem mit dem Föderalismus. Oder besser, mit seiner politischen Umsetzung: nicht «der Staat», sondern «die (rot-grünen) Städte» bestimmen mehr und mehr, wie die Leute auf dem Land zu leben haben. Mit Annahme der Zweitwohnungsinitiative verboten «die Städter» den Bau weiterer Wohnungen, mit dem Nein zur Durchsetzungsinitiative vermasselten sie die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Ähnliches passierte beim Energiegesetz, der Waffeninitiative, der erleichterten Einbürgerung. Und kürzlich entschied die urbane Mehrheit sogar darüber, welche und wieviele Tiere die Bergler schiessen dürfen (Ausnahmsweise: zum Glück!). Wir haben längst keinen Rösti-Graben mehr, sondern eine Stadt-Land-Schlucht. Und die nervt gewaltig. Beide Seiten, aber eben häufiger die meist unterliegende Landbevölkerung, die die Folgen des gutmeinenden, aber oft weltfremden bis kindischen Stimmverhaltens der Städter zu tragen hat. Accola schlägt vor, im Zürichsee Krokodile auszusetzen. Den verschreckten Zürchern ruft er zu: «Was wollt ihr? Wir (auf dem Land) finden die herzig.»


Unter dem Titel «Die infantile Gesellschaft» war zu lesen: «Gefühl ist Trumpf, Argumente stören. Wir sind eine Gesellschaft der Kindsköpfe geworden. Erwachsene verhalten sich ungeniert wie Kinder und werden von Politikern auch so behandelt.» Dem ist nichts beizufügen, ausser: Wenn schon kindische Argumente, dann lieber gleich von Greta&Followern.


Es muss leider noch einmal thematisiert werden: Die Stadt Zürich hat der Vereinigung «Marsch fürs Läbe», die sich gegen Abtreibung einsetzt, erneut eine Demonstration untersagt (beim ersten Mal mussten die Gerichte das korrigieren). Es ist die Neuauflage eines demokratiepolitischen Skandals. Das Marsch-Verbot bedeutet: Gegen-Demonstranten müssen nur möglichst brutale Handlungen und grosse Schäden androhen und schon erreichen sie ihr Ziel: friedliche Proteste Andersdenkender zu verhindern. Nun denn: In Zürich entscheidet der gewalttätige (aber, so der Verdacht: ideologisch genehme) Mob, wer demonstrieren darf. Sicherheitsvorsteherin Rykart (Grüne) nannte die Gegendemonstranten zwar «antidemokratisch», will aber genau diesen Antidemokraten das Sagen überlassen. Heisst: In Zürich werden Minderheiten Grundrechte vorenthalten, weil man zu feige ist, gewalttätige Störer zu bestrafen. Voilè, die urbane Schweiz, 21. Jahrhundert!


Auch auf dem Land muss man endlich einsehen, dass die Natur nicht mehr zeitgemäss organisiert ist, modernen Vorstellungen von Moral und sozialer Gerechtigkeit nicht mehr entspricht, ja, noch nicht einmal Gendergleichheit kennt. Sie muss dringend reformiert werden. Und zwar sofort, wir haben keine Zeit mehr. Wir können nicht länger zulassen, dass der Löwe sich weigert, vegan zu werden!


Der dumme Spruch am Ende: Ich hätte mich in den Ferien gerne erholt, aber ich wusste nicht, wovon.

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