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Altorfers Splitter - 16. Nov. 2020


Kari, nur wenig verwundert: Es gibt Leute, die stellen sich nur dumm. Nämlich genau so dumm wie sie sind. Genial!


Die Konzernverantwortungsinitiative lässt sich auf einen Satz reduzieren: Sie hassen Glencore und lassen die KMUs dafür büssen. Es ist wie bei vielen neuen Gesetzen: Sie sind gut gemeint, aber es trifft die Falschen. Zudem: in ihrem Eifer, die Welt zu retten, sprechen die Initianten in elitärer Arroganz den betroffenen Ländern den Willen und die Fähigkeit ab, selber darauf aufzupassen, dass ihre Umwelt- und Menschenrechtsstandards eingehalten und Fehlbare bestraft werden. Lieber nimmt man den als inkompetent angesehenen Entwicklungsländern die Aufgabe ab, nach ihrem Gutdünken für Recht und Ordnung zu sorgen. Dass die Kirchen sich dafür einspannen lassen, macht die Sache nicht besser. Auch Mission war ja vielfach die Beglückung Unwissender (oder Ungläubiger) mit den ideellen und materiellen Werten einer «besseren» Religion und Kultur.


Die frivole Gisela hat mal wieder eine Frage: Wenn es doch Polyamouröse gibt, warum gibt es eigentlich keine Polyreligiösen? Die Welt würde bestimmt eine bessere.


Der kleine Unterschied: Wenn Manager oder Unternehmer Fehler machen, die Menschen oder Umwelt schädigen oder Kosten verursachen, verlangt man, dass sie zur Verantwortung gezogen, heisst vor Gericht kommen und bestraft werden. Wenn Politiker Mist bauen, verlangen sie, nicht unnötig in der Vergangenheit herumzustochern, sondern «nach vorne zu schauen». (Wetten, das gilt auch bei Corona!)


Egal, ob in einem Post über einen herbstlichen Hundespaziergang («der weisse Nebel wunderbar») der Begriff «Der weisse Neger Wumbaba» auftaucht oder jemand nicht weiss, was LGBTQ bedeutet – sofort fühlt sich ein selbsternannter sozialmedialer Gesinnungsüberwacher bemüssigt, der Welt mitzuteilen, dass er (oftmals auch sie) sich – vorzugsweise im Namen aller «people of color» oder aller Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans- und Queermenschen oder irgendeiner neudefinierten, selbstverständlich unterdrückten Minderheit – beleidigt fühle. Jemand nannte die jungen (aber oft auch älteren), bunten, humorlosen Intoleranten von heute «Generation Beleidigt». Die «Generation Beleidigt» empfindet so ziemlich alles, was ihre moralisierenden Gedankengänge stört, als Zumutung. Vor allem Sie, wenn Sie männlich, weisser Hautfarbe, älter als 40 und eher wertekonservativ (also völlig normal) sind.


Politiker empören sich gern über ein sinnloses Verbrechen und einen feigen Anschlag. Als hätten sie mit sinnvollen Verbrechen und mutigen Anschlägen weniger Probleme. Oder hätten sie?


«Warum wirst du mich verlassen haben?» Logik-Aufgabe: Bei wem könnte dieser Satz Sinn machen? Die Lösung ist so einleuchtend wie überraschend: Ein betrunkener Hellseher ruft nachts seine zukünftige Ex an. (Quelle: Postillon)


An die Liebe und an Corona glauben viele erst, wenn es sie erwischt.


Der dumme Spruch am Ende: «Sie hören von meinem Anwalt!» ist die Erwachsenen-Version von «Das sag ich meinem Papi!»

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